Kanton BE: Rechtes Thunerseeufer - Verkehrsmassnahmen werden umgesetzt

Die als Versuch eingeführten Verkehrsmassnahmen am rechten Thunerseeufer verringern Staus und verbessern die Verkehrssituation.

Deshalb sollen sie nun endgültig umgesetzt werden. Der Regierungsrat hat dafür einen Kredit von 1,85 Millionen Franken bewilligt.

Der Bypass Thun Nord und das Einbahnregime in der Thuner Innenstadt erfüllen die angestrebten Verkehrsziele vollumfänglich. Das zeigte das mehrjährige Monitoring. Allerdings führte das Einbahnregime und der gleichzeitig in Betrieb genommene, neue Anschlussknoten des Parkhauses Schlossberg ab Mitte Nachmittag jeweils zu grösseren Staus stadteinwärts zwischen Hilterfingen und Berntor.

Wegen der Staus verlangten eine breit unterstützte Online-Petition und verschiedene vom Grossen Rat überwiesene Vorstösse Massnahmen zur Verbesserung der Situation am rechten Thunerseeufer. Daraufhin startete der Oberingenieurkreis I des kantonalen Tiefbauamts zusammen mit der Stadt Thun einen Mediationsprozess mit Vertretern und Vertreterinnen von rund 40 Institutionen aus Politik, Wirtschaft, Bevölkerung sowie weiteren Gruppierungen und Vereinen. Im sogenannten Forumsprozess wurden das Verkehrsgeschehen analysiert, Verkehrsziele festgelegt und Lösungsvorschläge erarbeitet.

Sofortmassnahmen verminderten Staus deutlich

Im Herbst 2021 empfahlen die Delegierten des Forums, versuchsweise Sofortmassnahmen auf der Kantonsstrasse am rechten Thunersee einzuführen. Dazu gehörten der Einsatz von Verkehrsdiensten an den Kreiseln Schlossberg und Lauitor, Tempo 30 am stadtnahen rechten Seeufer und die Bevorzugung der stadteinwärts fahrenden Busse zwischen 15 und 18 Uhr. Obwohl die Sofortmassnahmen die angestrebte Wirkung nicht ganz erreichten, verbesserten sie die Situation deutlich, sowohl für den motorisierten Individualverkehr als auch für den öffentlichen Verkehr. Deshalb empfahlen die Delegierten im Juli 2022, die definitive Umsetzung der Sofortmassnahmen vorzubereiten.

Lichtsignalanlagen für Bushaltestellen, digitale Geschwindigkeitsbegrenzung in Richtung Thun

Als erstes werden nun die vier virtuellen, ampelgesteuerten Fahrbahnhaltestellen für die STI-Buslinien mit definitiven Lichtsignalanlagen ausgerüstet. Zudem wird eine digitale Signalisation einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h in Richtung Thun zwischen Einmündung der Alten Thunstrasse – ca. 650 Meter vor der Chartreuse-Kreuzung in Hilterfingen – und dem Lauitor in Thun installiert. Beide Massnahmen werden ab Herbst 2024 umgesetzt. Die Anlagen sollen anschliessend täglich zwischen ca. 15 und 18 Uhr in Betrieb sein. Der Regierungsrat genehmigte für diese beiden Massnahmen einen Kredit von 1,85 Millionen Franken.

Parallel dazu ist eine Lichtsignalanlage am Schlossbergkreisel vorgesehen, damit die Einfahrt vom Lauitor her flüssiger erfolgen kann. Digitale Informationstafeln im Raum Unterseen-Interlaken sollen dazu beitragen, dass der Ausweichverkehr ans rechte Thunerseeufer vermindert wird. Weiterbearbeitet wird auch der Umbau des Lauitorkreisels in eine Kreuzung mit Lichtsignalanlage. Nur so kann seine Leistungsfähigkeit erhöht werden. Diese drei Massnahmen sollen voraussichtlich ab 2025 umgesetzt werden.

Weiterführende Informationen: www.verkehrszukunft-thun.ch, Rubrik „Massnahmen rechtes Seeufer“.

 

Quelle: Staatskanzlei des Kantons Bern
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