Stadt Zürich ZH: Drei Festnahmen nach Geldübergabe

In den letzten Tagen konnten durch die Stadtpolizei Zürich gleich drei falsche Polizisten bei der Geldübergabe festgenommen werden.

Zuvor wurde den Betrugsopfern jeweils telefonisch mitgeteilt, dass es auf ihrer Bank korrupte Mitarbeitende gäbe und ihr Geld deshalb nicht mehr sicher sei. Um diese Mitarbeitenden zu überführen, sollten sie nun der „Polizei“ helfen. Anschliessend wurden die Opfer zur Bank geschickt, um das Geld abzuholen.

Am Montag, 30. Oktober 2023, um 13 Uhr, wurde der Notrufzentrale der Stadtpolizei Zürich gemeldet, dass eine ältere Frau Geld an einen Polizisten übergeben soll. Sofort rückten Fahnder der Stadtpolizei Zürich zu der Frau aus. Kurze Zeit später tauchte am besprochenen Übergabeort ein 45-jähriger Italiener auf und wollte das Geld abholen. Für Ihn gab es jedoch lediglich Handschellen und ein Transport auf die Polizeiwache.

Am Dienstag, 31. Oktober 2023, gegen 10.15 Uhr meldete sich ein Rentner bei der Stadtpolizei Zürich und erklärte, dass er einen Anruf von „Polizisten“ erhalten habe und aufgefordert worden sei, mehrere tausend Franken bei seiner Bank abzuheben. Auch in diesem Fall rückten die Fahnder zum Rentner aus. Kurze Zeit später erschienen zwei Männer mit serbischer Staatsangehörigkeit im Alter von 35 und 44 Jahren am Übergabeort, die ebenfalls festgenommen werden konnten. Bei den anschliessenden Hausdurchsuchungen wurde Geld von weiteren mutmasslichen Betrugsopfern sichergestellt. Ebenso gab es Hinweise auf weitere Betrugsdelikte.

Die drei mutmasslichen Betrüger wurden nach der polizeilichen Befragung der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeführt.

Warnung:

In den vergangenen Wochen wurden wieder vermehrt solche Straftaten gemeldet.

In diesem Zusammenhang weist die Stadtpolizei Zürich darauf hin, dass:

  • Die Polizei telefonisch nie Geldforderungen stellt.
  • Deponieren oder übergeben Sie nie Bargeld oder andere Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen.
  • Melden Sie sich im Zweifelsfall immer frühzeitig telefonisch bei der Notrufnummer 117, um Unsicherheiten abzuklären.
  • Melden Sie sich bei der zuständigen Polizei, falls Sie in der vergangenen Zeit Opfer von Trickbetrügern geworden sind oder entsprechende Anrufe erhalten haben.
  • Taxifahrende oder Kurierdienste sollten bei Aufträgen mit speziellen Dienstleistungen hellhörig werden und im Zweifelfalle die Notrufnummer 117 wählen.
  • Mehr Informationen auf der Webseite der Stadtpolizei Zürich zum Thema Telefonbetrug hier.

 

Quelle: Stadtpolizei Zürich
Titelbild: Symbolbild © Stadtpolizei Zürich